Die Koralpe ist ein echtes Wanderparadies für Zwei- und Vierbeiner. Von idyllischen Wasserfällen über felsige Kletterpartien bis hin zu weiten Almwiesen – diese Tour bietet alles, was das Wanderherz (und die Hundeschnauze) begehrt.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf unsere abwechslungsreiche Wanderung, die vom Koralpenparkplatz bis zurück an den Ausgangspunkt führt. Begleite uns – und vielleicht findest du auch Lust, die Koralpe mit deinem Vierbeiner zu entdecken!
Kurz & knapp – die wichtigsten Toureninfos
Du willst wissen, ob die Tour für dich und deinen Hund geeignet ist? Hier findest du auf einen Blick alle Eckdaten: empfohlene Monate, Schwierigkeitsgrad, Streckenlänge und Dauer.
Ist diese Wanderung Kuhfrei?
Nein, offiziell führt die Tour durch keine Weideflächen – aber da diese nicht eingezäunt sind, können die Kühe „überall“ sein. Es ist ratsam, die Augen offen zu halten. Tipps dazu, wie du mit deinem Hund sicher und entspannt auf Weiden unterwegs bist, findest du in meinem Beitrag: „Kuh voraus! So meistert ihr Weidebegegnungen mit Hund entspannt und sicher„.
Empfohlene Monate
In den rot markierten Monaten solltest du diese Tour lieber meiden. Im Hochsommer wird es für Hunde schnell zu heiß, und im Winter ist die Strecke durch Schneelage und vereiste Passagen schlicht zu gefährlich – besonders für ungeübte Wanderer und Vierbeiner.
Jänner
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Schwierigkeitsgrad
Diese Tour wurde mit „Schwer“ bewertet – basierend auf der Kombination aus Dauer, Höhenmetern, durchgehenden Anstiegen und teils anspruchsvoller Bodenbeschaffenheit. Wichtig: Es handelt sich nicht um einen Klettersteig, spezielle Ausrüstung ist also nicht erforderlich. Trittsicherheit und eine gute Grundkondition sind dennoch ein Muss – für dich und deinen Hund.
leicht
mittel
schwer
sehr schwer
Streckenlänge & Dauer
Die Tour umfasst rund 8,2 km und dauert – je nach Tempo, Pausen und Kondition – etwa 4 bis 5 Stunden. Plane genug Zeit ein, vor allem wenn du mit Hund unterwegs bist. Regelmäßige Trinkpausen und kurze Verschnaufstopps sind bei dieser Strecke absolut empfehlenswert.
Anreise & Parken
Bei der A2 Abfahrt Wolfsberg Süd abfahren und geradeaus weiter, bis du direkt bei der Abzweigung nach Maildorf/Koralpe eine Bushaltestelle und eine grüne Tafel mit Richtungspfeil „Koralpe“ findest. Dort zweigst du ab und folgst der Straße hinauf bis zum Parkplatz Koralpe. Die Parkgebühr beträgt 5 Euro für den ganzen Tag. Die Parkscheinautomaten akzeptieren Bargeld (nur Münzen) sowie Bankomat- und Kreditkarten.
Jeden Mittwoch ab dem 17. Juli fährt außerdem der Lavanttaler Wanderbus auf die Koralpe. Mehr Infos findest du hier.
Kosten: 15 Euro pro Person, Kinder bis 6 Jahre gratis. Eine Anmeldung bei Hofstätter Reisen (+43 4262 2238-239, Mo–Fr 8–17 Uhr) bis spätestens Montag vor der Reise ist unbedingt erforderlich. Die Fahrt findet nur statt, wenn genügend Teilnehmer angemeldet sind.
Alternativ kannst du mit der Koralmbahn (ausgenommen Railjet Express/RJX) von Klagenfurt oder Graz nach St. Paul im Lavanttal fahren und von dort ein Taxi auf die Koralpe nehmen. Weitere direkte Verbindungen für Wanderer ohne eigenes Fahrzeug sind derzeit nicht bekannt. Falls du andere Möglichkeiten kennst, freue ich mich über deinen Hinweis – ich aktualisiere den Eintrag dann gerne! (Stand: Jänner 2026)
So schön die Tour auch ist - sie ist nichts für Welpen oder ältere, geschwächte Hunde. Die Strecke ist lang, steil und fordert sowohl Ausdauer als auch Trittsicherheit. Bitte achte auf die körperlichen Grenzen deines Vierbeiners und zwinge ihn nicht zu einer Tour, die ihn überfordert. Wanderfreude entsteht nur, wenn Mensch und Hund Spaß daran haben - und gesund ans Ziel kommen.
Start am Koralpenparkplatz und der Weg zum Wasserfall
Gestartet haben wir am Koralpenparkplatz. Von hier geht es erst ein Stück bergab auf der Straße, bevor ein Forstweg uns in Richtung Wasserfall führt. Unterwegs plätschert immer wieder Wasser aus kleinen Quellen am Wegrand – ein idyllischer Einstieg in unsere Wanderung.
Nach etwa 30-45 Minuten erreichen wir eine malerische Brücke über den Rassingbach. Kurz bevor wir die Brücke erreichen, sehen wir schon den Wasserfall, der sich direkt danach in die Tiefe stürzt – perfekt für ein Erinnerungsfoto oder einfach zum Staunen. Kurz darauf führt der Weg wieder leicht bergauf zum Poms-Wasserfall – einem beeindruckenden Naturdenkmal. Hier stürzt das Wasser in mehreren Kaskaden rund 15 bis 25 Meter in die Tiefe und lädt mit seinem imposanten Anblick zu einer kleinen Pause und zum Verweilen ein.
Der Poms-Wasserfall liegt auf etwa 1.650 Metern Seehöhe auf der Koralpe in Kärnten. Er wird vom Rassingbach gespeist, der im Großen Kar entspringt und sich in mehreren Kaskaden etwa 15 bis 25 Meter in die Tiefe stürzt . Der Wasserfall ist als Naturdenkmal ausgewiesen und steht somit unter besonderem Schutz.
Die Entstehung des Poms-Wasserfalls ist auf die geologischen Gegebenheiten der Region zurückzuführen. Im Laufe der Zeit hat der Rassingbach durch Erosion und den Verlauf über verschiedene Gesteinsschichten die charakteristischen Kaskaden geformt. Besonders im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Wasserstand höher ist, bietet der Wasserfall ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Vom Wasserfall durch das Hochmoor
Nach unserer Rast geht’s weiter bergauf – kurz schnaufen, dann ist der Anstieg gemeistert! Oben verlassen wir den Forstweg und queren eine große, matschige Wiese. Hier lohnt sich gutes Schuhwerk, denn der Untergrund ist moorig und weich.
Wir überqueren eine kleine Brücke über den Rassingbach, folgen den Wegweisern Richtung Koralpenhaus und steigen weiter durch den Wald. Jetzt kommt der erste größere Anstieg: über Wurzeln, Felsen und schmale Pfade, aber alles gut markiert und für geübte Wanderer gut machbar. Oben wartet das erste Hochmoor – und später auch ein kleiner Bach, perfekt für die Pfotenwäsche deines Vierbeiners nach der „Gatsch-Tour“!
Kraxeln bis zum großen Kar
Danach wird’s spannend: Der Weg führt durch enge Felsspalten – links und rechts ragen Felsen auf, und der Pfad schlängelt sich hindurch. Hier ist es stellenweise richtig eng, sodass man sich fast durchquetschen muss (wenn man wie ich ein paar Pfunde zu viel auf der Waage hat). Trittsicherheit ist gefragt, vor allem wenn es nass ist! Zwar wachsen auch Bäume auf den Felsen, aber insgesamt ist dieser Abschnitt eher ein felsiges „Abenteuer“.
Danach wird der Weg wieder etwas entspannter – vorbei an den niedrigen Krähenbeersträuchern, die fast überall auf der Koralpe wachsen, und einem weiteren Hochmoor, das für matschige Schuhe sorgt. Ein kleiner Bach, eine Felsenformation – das ist das „Kraxlwerk“ der Koralpe.
Schließlich erreichen wir das große Kar: Eine weite Ebene, die zum Innehalten einlädt. Ein kleiner Bergbach plätschert am Weg entlang, und das „Hotel Kar“ – eine witzig beschriftete Felsformation mit einer kleinen Höhle, die wohl als Unterschlupf bei schlechtem Wetter dienen könnte – lädt zu einer Pause ein. Ein nicht offizieller Grillplatz deutet darauf hin, dass hier wohl schon mal jemand eine Grillparty steigen lies, auch wenn das sicher nicht erlaubt ist.
Auch dein Hund braucht regelmäßig Wasser! Für unterwegs nutze ich eine praktische, auslaufsichere Trinkflasche – zum Beispiel die COTOP Hundetrinkflasche – erhältlich bei Amazon. Ideal für Wanderungen und Spaziergänge!
Letzter Anstieg zum Koralpenhaus
Vom Hotel Kar geht’s weiter bis zur Abzweigung – hier zeigt ein Wegweiser entweder zur Grillitschhütte oder bergauf zum Koralpenhaus über den Steinschneider. Dieser finale Anstieg ist nochmal knackig, aber mit seinen felsigen „Stufen“ gut machbar. Oben angekommen: Postkartenblick auf Sankt Andrä, Wolfsberg und die umliegende Bergwelt! Meist weht hier ein frischer Wind – aber das gehört einfach dazu.
Der Abstieg verläuft dann über die Skipiste, die im Sommer eine blühende Almwiese ist. Hier unbedingt Augen auf: Kühe können unterwegs sein! Bei unserem Besuch waren noch keine da, deshalb durfte unser Hund Coke frei laufen. Im Sommer ist Leinenpflicht allerdings ratsam – oder man weicht auf die parallel verlaufende Straße aus, um möglichen Begegnungen mit Mutterkühen aus dem Weg zu gehen.
Rückkehr zum Parkplatz – über weite Wiesen mit einem grandiosen Panoramablick
Nach einer wohlverdienten Pause am Koralpenhaus (Einkehr möglich – leckeres Essen und Panoramaterrasse!) geht es über den Wanderweg mit atemberaubendem Panorama weiter. Dieser führt uns sanft bergab, über Wiesen und kleine Felsstufen. Ein Drahtzaun fordert uns zu einem kleinen „Limbo-Tanz“ heraus – aber alles machbar!
Immer wieder kann es vorkommen, dass Kühe kreuzen, vor allem weil keine festen Zäune vorhanden sind. Augen auf! Wer sich unsicher fühlt, kann jederzeit auf die parallel verlaufende Straße wechseln. Wir sind weiter dem Wanderweg gefolgt und schließlich wieder auf die Straße gelangt. Dort hatten wir tatsächlich Begegnungen mit Kühen – aber zum Glück keine Mutterkühe. Nach viereinhalb Stunden waren wir zurück am Parkplatz – und konnten auf eine erlebnisreiche Wanderung mit traumhaften Ausblicken zurückblicken.
Fazit: Ein Wanderabenteuer für Mensch & Hund
Die Koralpe hat uns mit ihrer Vielseitigkeit begeistert: Wasserfälle, Hochmoore, schroffe Felsen und sanfte Almwiesen wechseln sich ab und bieten ein Wandererlebnis, das keine Wünsche offenlässt. Besonders beeindruckend ist der Ausblick beim Aufstieg: Schon früh öffnet sich der Blick hinunter ins Große Kar, das mit seiner imposanten Landschaft begeistert. Von hier aus reicht das Panorama bis zur Weinebene und hinüber zur Handalm mit ihren markanten Windrädern – ein Ausblick, der zum Staunen und Verweilen einlädt.
Für trittsichere Wanderer und neugierige Fellnasen ist diese Tour ein echtes Erlebnis. Ich war nun schon zum vierten Mal hier oben, und jedes Mal entdecke ich etwas Neues: einen besonders schönen Blickwinkel, ein verstecktes Hochmoor oder eine neue Perspektive auf die markanten Felsen. Wichtig ist dabei: Kühen sollte man mit Respekt begegnen, und der Hund gehört im richtigen Moment an die Leine. So wird die Wanderung für alle zum entspannten Abenteuer. Wir kommen sicher wieder – denn diese Mischung aus Naturwundern und Fernsicht hat einfach Suchtpotenzial!
Wanderpfoten-Tipps für diese Tour
Viel Wasser mitnehmen!
Mindestens 3 Liter für dich – und genug für deinen Hund. Es gibt auf der Tour jedoch einige Wasserquellen.
Schatten nutzen
Pausen möglichst im Schatten machen – bei über 35 °C nicht mit dem Hund wandern!
Leine mitnehmen!
In Kärnten gibt es auf Wanderwegen keine generelle Leinenpflicht. Trotzdem sollte der Hund angeleint werden, wenn viele Menschen unterwegs sind oder andere Tiere in der Nähe sind – vor allem bei Begegnungen mit Kühen oder Rehen. So bleibt die Wanderung für alle Beteiligten sicher und entspannt, und der Hund kommt gar nicht erst auf die Idee, hinterherzujagen.
Empfohlene Ausrüstung
Festes Schuhwerk ist Pflicht! Nach Regen wird’s rutschig und noch mehr matschig.
Wegmarkierung beachten
Unbedingt auf die rot-weiß-roten Markierungen achten – sie sind teils auf Bäumen, teils am Boden auf Felsen angebracht. Manchmal sind sie erst auf den zweiten Blick sichtbar!
Erste Hilfe
Verbandszeug für Mensch und Hund einpacken.
Kondition & Alter des Tieres berücksichtigen
Die Tour ist nichts für Welpen oder ältere, gebrechliche Hunde. Nur fitte und ausgewachsene Vierbeiner sollten mitgehen!
Einkehrmöglichkeiten auf dieser Tour
Nach einer anspruchsvollen Tour wie dieser freuen sich Beine und Pfoten gleichermaßen über eine gemütliche Pause – und wenn der Magen knurrt, ist es höchste Zeit für eine Jause. Direkt auf der Strecke liegt nur das Koralpenhaus, das mit leckeren kalten und warmen Speisen, erfrischenden Getränken und einer einladenden Panoramaterrasse aufwartet.
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Koralpenhaus
Das Koralpenhaus liegt auf rund 1.966 m und bietet eine gemütliche Einkehrmöglichkeit für Wanderer und Naturfreunde. Neben regionalen Schmankerln gibt es hier eine große Panoramaterrasse mit herrlichem Blick auf die umliegenden Berge. Der ideale Ort, um bei einer kleinen Stärkung den Ausblick zu genießen und neue Energie zu tanken.
Adresse: Goding 50, 9431 St. Stefan
Telefon: +43 664 521 979 7 oder +43 699 108 773 87
Weitere Informationen
Interaktive Karte & GPX-Download
Plane deine Tour ganz einfach selbst: In der interaktiven Wanderkarte findest du den genauen Routenverlauf mit allen wichtigen Wegpunkten. Die Tour kannst du dir auch als GPX-Datei herunterladen und in deiner bevorzugten Wander-App oder GPS-Gerät nutzen – ideal für die eigene Planung unterwegs.
Ob zum ersten Mal oder als Wiederholungstäter – die Koralpe hinterlässt bleibende Eindrücke. Für Mensch und Hund ist sie ein abwechslungsreiches Abenteuer mit Ausblicken, Naturerlebnissen und tierischen Begegnungen, die man so schnell nicht vergisst.
Hast du auch schon eine Wanderung auf der Koralpe mit deinem Hund gemacht? Oder kennst du noch andere schöne Touren in der Region? Teile deine Erlebnisse unten in den Kommentaren – wir freuen uns auf den Austausch!
