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    Startseite » Wandern mit Hund zum Murursprung: Zur Quelle der Mur im Salzburger Lungau
    Berglandschaft mit der Mur die sich durch die Landschaft zieht
    Abenteurtouren

    Wandern mit Hund zum Murursprung: Zur Quelle der Mur im Salzburger Lungau

    Erich NiggBy Erich Nigg20. Januar 202614 min. Lesezeit13 SichtungenKeine Kommentare
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    Es gibt Flüsse, die sind bei dir einfach „da“. In Graz gehört die Mur zur Stadt wie Uhrturm und Baustellen (nur dass die Mur meistens verlässlicher fließt). Umso cooler ist es, einmal dorthin zu fahren, wo sie anfängt – als eisklares Wasserband im Talschluss zwischen hohen Bergen, Wasserfällen und moosigen Stufen.

    Bei mir war diese Tour keine „einmal hin, einmal fertig“-Geschichte, sondern eine mit Lernkurve. Beim ersten Versuch sind wir kurz vor knapp umgedreht, weil es für meine Mutter an einer Stelle zu heikel war – und weil uns bei der Abzweigung zum Murtörl ein Wegweiser komplett verunsichert hat. Beim zweiten Versuch bin ich wieder gefahren (ja, von Graz sind das rund drei Stunden) – und habe im Weidegebiet aus Sicherheitsgründen umgedreht, als eine Herde Kühe mit Kälbern den Hund fixiert hat und eine Kuh bereits auf uns zugemacht hat. Das war nach etwa dreiviertel Stunde im Weidegebiet und damit – gefühlt – wieder kurz vorm Ziel. Ärgerlich? Ja. Falsch? Nein. Ich will gesund heimkommen – und nicht am nächsten Tag in der Zeitung stehen.

    Kurz & knapp – die wichtigsten Toureninfos

    Du willst wissen, ob die Tour für dich und deinen Hund geeignet ist? Hier findest du auf einen Blick alle Eckdaten: empfohlene Monate, Schwierigkeitsgrad, Streckenlänge und Dauer.

    Ist diese Wanderung Kuhfrei?

    Nein, die Tour führt inmitten durch Weideflächen. Während der Weidezeit von Anfang Juni bis Mitte/Ende September solltest du diese Tour nicht mit dem Hund machen. Wenn du es dennoch riskieren willst: Tipps, wie du mit deinem Hund sicher und entspannt auf Weiden unterwegs bist, findest du in meinem Beitrag: „Kuh voraus! So meistert ihr Weidebegegnungen mit Hund entspannt und sicher„.

    Empfohlene Monate

    In den rot markierten Monaten solltest du diese Tour lieber meiden. Im Hochsommer wird es für Hunde schnell zu heiß – außerdem ist Weidevieh auf der Alm, und im Winter ist die Strecke durch Schneelage und vereiste Passagen schlicht zu gefährlich (Lawinengefahr inklusive!).

    Jänner

    Februar

    März

    April

    Mai

    Juni

    Juli

    August

    September

    Oktober

    November

    Dezember

    Schwierigkeitsgrad

    Diese Tour wurde mit „Mittel“ bewertet – basierend auf der Kombination aus Dauer, Höhenmetern, durchgehenden Anstiegen und Bodenbeschaffenheit.
    Wichtig: Spezielle Ausrüstung ist nicht erforderlich. Trittsicherheit und eine gute Grundkondition sind dennoch ein Muss – für dich und deinen Hund.

    leicht

    mittel

    schwer

    sehr schwer

    Streckenlänge & Dauer

    Die Tour umfasst rund 14 km und dauert – je nach Tempo, Pausen und Kondition – etwa 4 bis 5 Stunden. Plane genug Zeit ein, vor allem wenn du mit Hund unterwegs bist. Regelmäßige Trinkpausen und kurze Verschnaufstopps sind bei dieser Strecke absolut empfehlenswert.

    Achtung! Ab Mitte September kann die Zufahrt zum Parkplatz Muritzenalm gesperrt sein. In diesem Fall müsstest du beim Arsenhaus parken und zusätzlich eine Wegzeit zum von ca. 1 Stunde pro Strecke mit einrechnen.

    Streckenlänge
    0 km
    Dauer der Wanderung
    ~ 0 min.
    Höhenmeter
    ± 0 hm

    Anreise & Parken

    Von Graz aus ist die Anreise sehr logisch: Du fährst Richtung S36 (Murau/Tamsweg) bis St. Michael im Lungau und dann weiter nach Muhr; ab Muhr geht es auf der Straße deutlich bergauf Richtung Hintermuhr und ins Muritzengebiet. Von Graz brauchst du realistisch rund drei Stunden, je nachdem, ob du eine Pause einlegst oder durchziehst.

    Wenn du aus Salzburg oder Kärnten anreist, ist die A10 die logische Wahl: Du fährst bis zur Abfahrt St. Michael im Lungau und weiter nach Muhr – ab dort geht’s bergauf Richtung Hintermuhr und Muritzenalm.

    Im Idealfall kannst du direkt bis zum Muritzenparkplatz (Muritzenalm) fahren und dort kostenlos parken. Wenn die Zufahrtsstraße gesperrt ist, parkst du beim Arsenhaus und gehst die Straße zu Fuß hinauf – das kostet pro Richtung ungefähr eine Stunde zusätzlich, also insgesamt rund zwei Stunden mehr.

    Wenn du vom Arsenhaus zu Fuß gehst, nimm dir kurz vor dem Muritzenparkplatz den Rossfall als Fotostopp mit. Mit dem Auto fährt man an der Kurve schnell vorbei, zu Fuß wirkt der Wasserfall aber richtig schön – und der Extra-Weg fühlt sich wenigstens nicht wie „nur Straße“ an.

    Es hat saisonal auch schon einen Tälerbus bzw. ein Shuttle-Angebot gegeben. Bei meinen Touren ist keiner gefahren – das heißt aber nicht, dass es nicht wieder angeboten wird. Wenn du darauf bauen willst, schau bitte vorab in den aktuellen Fahrplan und setz dir den Link hier dazu: https://www.taelerbus.at. (Stand: Juni 2025)

    Was du sonst noch wissen solltest …

    Vom Muritzenalm-Parkplatz bis zur Sticklerhütte gehst du auf Weg 740, ab der Sticklerhütte weiter Richtung Murursprung auf Weg 711.

    Achtung Funkloch: Ab der Muritzenkapelle wird der Empfang oft immer schlechter – irgendwann geht gar nichts mehr (kein Internet, keine Telefonie). Offline-Karte vorher herunterladen.

    Sei ein verantwortungsvoller Tierhalter!

    So schön die Tour auch ist - sie ist nichts für Welpen oder ältere, geschwächte Hunde. Die Strecke ist lang und fordert sowohl Ausdauer als auch Trittsicherheit. Bitte achte auf die körperlichen Grenzen deines Vierbeiners und zwinge ihn nicht zu einer Tour, die ihn überfordert. Wanderfreude entsteht nur, wenn Mensch und Hund Spaß daran haben - und gesund ans Ziel kommen.

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    Der Aufstieg zur Sticklerhütte (Weg 740)

    Los geht’s am Muritzenparkplatz. Gleich am Anfang überquerst du bereits einmal die Mur. Kurz darauf begleitet dich links ein Bach – und hier ist wichtig: Das ist nicht „die Mur, die ab jetzt ständig neben dir fließt“, sondern der Muritzenbach, der später in die Mur mündet.

    Nach kurzer Zeit erreichst du die Muritzenkapelle (Hubertuskapelle). Das ist ein perfekter Punkt für ein erstes Foto und ein kurzes Ankommen – und gleichzeitig der Bereich, ab dem der Empfang oft richtig mies wird. Wenn du noch schnell etwas checken willst, ist das hier häufig der letzte halbwegs brauchbare Moment.

    Muritzenparkplatz - Infotafel zum Murursprung
    Hubertuskapelle / Muritzenkapelle Blickrichtung Sticklerhütte/Murursprung
    Die junge Mur am Parkplatz der Muritzenalm
    Die junge Mur, von der ersten Brücke am Wanderweg
    Die Muritzenkapelle / Hubertuskapelle
    Muritzenkapelle (Hubertuskapelle)

    Die Muritzenkapelle (auch Hubertuskapelle genannt) liegt im hinteren Murtal bei den Muritzenalmen und ist ein schöner, ruhiger Fotostopp am Weg Richtung Sticklerhütte. Errichtet wurde sie 1884 von einer ungarischen Jagdgesellschaft, die damals im Gebiet (vor allem für die Gamsjagd) aktiv war. Bereits 1885 wurde die Kapelle dem Heiligen Hubertus – dem Schutzpatron der Jäger – geweiht.

    Bauartig handelt es sich um eine kleine, nach Osten ausgerichtete Kapelle, die aus Stein errichtet wurde – schlicht, passend zur alpinen Umgebung und genau deshalb so stimmig.

    Ab der Kapelle wird es immer „wässriger“ – im besten Sinn. Der Weg führt mit einer anfänglichen Steigung weiter, und dann kommt er, ein langer, markanter Wasserfall, der sich als Foto-Hotspot richtig auszahlt. Der Wasserfall ist auf keiner Karte verzeichnet.

    Danach geht es wieder ein Stück bergauf und bergab, bis du die junge Mur erneut überquerst. Ab dort zieht der Weg etwas an, und kurz vor der Sticklerhütte wartet noch ein Wasserfall auf dich, der gefühlt direkt „vor der Nase“ liegt. Von dort sind es nur mehr ein paar Minuten bis zum ersten Ziel.

    Die Sticklerhütte ist der perfekte Punkt für eine Pause. Bei mir waren die Wirtsleute Ende Mai schon da – je nach Jahr kann das variieren. Hier sammelst du Kraft, füllst Wasser nach und stellst dich mental auf den Abschnitt ein, der landschaftlich am schönsten ist – aber auch der Abschnitt ist, wo du mit Hund am meisten mitdenken musst.

    Ab hier wechselst du von Weg 740 auf Weg 711 Richtung Murursprung.

    Wasserzulauf und Coke im Bild
    Ferienhäuser auf der Alm
    Ein Wasserfall durch den Wald
    Die Mur von der Brücke aus
    Ein hoher Berg
    Türkisblaues Wasser in der Schlucht
    Türkisblaues Wasser in der Schlucht mit Zulauf
    Wasserfall
    Wasser schießt über einen Felsen und wird zum Wasserfall

    Auf geht’s zum Murursprung (Weg 711)

    Direkt nach der Sticklerhütte kommst du an einem kleinen Kraftwerk vorbei, gehst um einen kleinen Hügel – und dann stehst du an einem Abschnitt, der sich wirklich wie Postkarte anfühlt.

    Aber Achtung! Ab hier begegnest du im Sommer bereits Kühe.

    Die Mur ist hier noch jung, bildet kleine „Inseln“, und ein Zufluss mischt auch noch mit. Alles wirkt so schön in die Landschaft gebettet, dass man automatisch langsamer wird. Coke (mein Hund) ist dort ins Wasser gesprungen, als wäre das ein offizieller Wellnessbereich. Ich hab’s als „Kneipp-Programm“ verbucht – er als „endlich Service“.

    Kurz danach kommst du wieder über eine Brücke und ab hier bleibt die Mur ständig neben dir. Jetzt beginnt der Bereich, der als Weidegebiet relevant wird.

    Ich erwähne das deshalb, weil mir beim zweiten Besuch (obwohl die Auskunft der Gemeinde war, dass noch keine Weidetiere auf der Alm sind), etwa 45 Minuten nach der Sticklerhütte eine Kuhherde mit Kälber am Wanderweg auf mich wartete. Und natürlich wurde Coke bereits fixiert. Der einzig richtige Weg, war in diesem Fall umzudrehen. Ärgerlich? Ja – aber vernünftig!

    Malerische Kulisse, die Mur (Fluss) im Almenland, links ein Hund im Bild
    Der Fluss der sich durch die Alm zieht
    Hund der sich im Fluss abkühlt
    Wichtiger Hinweis!

    Auch dein Hund braucht regelmäßig Wasser! Für unterwegs nutze ich eine praktische, auslaufsichere Trinkflasche – zum Beispiel die COTOP Hundetrinkflasche – erhältlich bei Amazon. Ideal für Wanderungen und Spaziergänge!

    Ein bisschen Klettern und eine Schlangenbegegnung!

    In diesem Abschnitt wird es gatschig und stellenweise moorig. Genau hier ist es wichtig, wirklich am markierten Weg zu bleiben. „Da drüben schaut’s trockener aus“ ist bei dieser Tour eine der schnellsten Methoden, um im Sumpf zu landen.

    Kurz darauf kommt die kurze Kletterpassage über Fels und Stein, weil unten alles sumpfig ist. Mit Trittsicherheit ist das gut machbar. Wenn du nicht so geübt bist, lass dir kurz helfen, dann ist das kein Drama, sondern einfach eine kleine spannende Stelle. Das hat selbst meine Mutter (mit meiner Hilfe) geschafft.

    Bevor es wieder in einen Abschnitt geht, der leicht bergauf führt und nochmal so richtig gatschig wird, hatten wir im Frühjahr eine Begegnung, die man nicht unbedingt sammeln muss: Eine Kreuzotter hat sich auf einem Stein gesonnt. Coke war nicht an der Leine und wollte natürlich hin. Ich habe ihn sofort angeleint und die Schlange hat sich zum Glück aus dem Staub gemacht.

    Für Menschen ist das selten lebensgefährlich, aber schmerzhaft. Für kleine Hunde kann ein Biss sehr gefährlich bis tödlich werden. Deshalb: Augen auf und Hund kontrolliert führen. Die Schlangen bitte einfach in Ruhe lassen – sie sind nicht aggressiv und suchen schnell das Weite.

    Mein Beitrag zum Thema Kreuzottern und das richtige Verhalten, findest du hier.

    Und weil’s dort ohnehin oft nass ist: wasserdichte Schuhe zahlen sich aus. Und ja, du kannst sie später im Bach wieder halbwegs sauber bekommen – die Natur hat hier eine recht praktische „Waschstraße“.

    Gebirgslandschaft mit Fluss in der Mitte
    Ein langer Wasserfall
    Der Fluss schlängelt sich durch die Landschaft
    Gebirgslandschaft mit Schnee, ein Fluss und rechts ein Wanderweg mit Hund
    Ein Fluss im Flussbett
    Ein langer Wasserfall der direkt vom mit Gras und Moos bedenkten Berg kommt

    Eine Kreuzung mit irritierenden Zeitangaben!

    Bei der Abzweigung zum Murtörl steht ein Wegweiser, der mich beim ersten Versuch komplett verunsichert hat und daher Mitschuld trägt, dass ich beim ersten Anlauf das Ziel – den Murursprung – nicht erreicht habe. Dort stand eine Zeitangabe, die sich wie „noch ewig“ angefühlt hat – obwohl ich gedanklich schon bei „das geht sich locker aus“ war. 90 Minuten bis zum Murursprung wurden hier angegeben. Ignoriere diese Zeitangabe bitte, außer du willst den „wahren Murursprung“ sehen, der weit höher liegt und eher für Bergsteiger geeignet ist.

    Und genau da spielte mir zusätzlich auch noch das Funkloch rein: In diesem Bereich hatte ich kein Internet, also keine Möglichkeit einen Gegencheck zu machen. Ich hatte mich auf das Schild verlassen und bin umgedreht – da meine Mutter die darauffolgende und schwierigste Bachüberquerung (insbesondere bei Schneeschmelze) nicht mehr schaffte. Dabei wären es realistisch nur noch 20 bis 30 Minuten bis zum „touristischen Murursprung“ gewesen. Wenn du das vermeiden willst, lade dir die Karte vorher offline herunter – dann triffst du die Entscheidung nicht nach Gefühl und Schild, sondern nach Distanz. Hätte ich das damals gemacht, dann hätte meine Mutter solange auf mich gewartet und eine Pause eingelegt.

    Insgesamt überquerst du neun Zuläufe/Bäche. Viele davon sind leicht und machen sogar Spaß, weil man automatisch achtsamer wird und ein bisschen „Pfadfinder-Modus“ einschaltet.

    Zwei Querungen können im Frühjahr jedoch deutlich anspruchsvoller sein. Und zur Orientierung: Die Abzweigung zum Murtörl liegt zwischen den beiden, und die zweite kommt direkt danach. Dort kann durch Schmelzwasser richtig Druck drauf sein. Langsam, ruhig, sauber treten – und den Hund nah bei dir halten. Man schafft das und die Schuhe sind auch wieder sauber.

    Gebirgslandschaft mit Fluss der durch das Tal zieht und am Berg noch Schnee
    Das Wasser schießt vom Berg mit ordentlich Energie
    Eine Bachquerung

    Auf der Zielgeraden

    Wenn der Murursprung näher kommt, gibt es einen markanten Punkt: oberhalb der Quelle steht ein kleiner Baum, den du schon von der Weite siehst. Und sobald du den erkennst, weißt du: da ist er. Also ganz schnell noch ein paar Zuläufe überqueren und zum Schluss noch schnell die Mur selbst überqueren.

    Der Murursprung selbst ist gleichzeitig unspektakulär und unglaublich beeindruckend. Das Wasser kommt klar und eiskalt aus der Quelle, und gleich danach fließt es über natürliche, bemooste Stufen weiter ins Bachbett. Man steht dort, schaut, hört – und hat plötzlich Respekt davor, dass aus diesem kleinen Anfang später ein Fluss wird, der unglaubliche 445 Kilometer lang wird – und du stehst gerade bei Kilometer 0.

    Vom „touristischen Murursprung“ – wie ich ihn nenne – kann man theoretisch weiter in Richtung Schmalzscharte, Unterer Schwarzsee und Albert-Biwak. Das ist dann aber kein gemütlicher Bonus, sondern konditionell eine andere Liga, weil es stetig bergauf geht. Wenn du das planst, müssen Wetter, Zeitreserve und Kondition wirklich passen – das ist eher eine eigene Tour als „nur noch kurz“. Denn ganz oben in der Schmalscharte, ist der „echte Murursprung“ – aber weniger Wasserführend.

    Zurück geht es übrigens wieder den selben Weg. Daher bedenke, wenn du einmal an einer Herde Kühe vorbeigekommen bist – du musst es ein zweites Mal schaffen!

    Gebirgslandschaft, und Wasser das von mit Moos bedeckten Steinen ins Bachbett fließt
    Die Quelle der Mur, der Murursprung mit Infotafel
    Wasserquelle. Hier kommt Wasser aus dem Gestein

    Fazit

    Der Murursprung ist für mich eine der schönsten Wasserwanderungen überhaupt – besonders im Mai, wenn überall Zuflüsse laufen und die Schneeschmelze die Landschaft lebendig macht. Aber: Mit Hund steht und fällt diese Tour mit dem Thema Weidevieh und den Bedingungen bei den Bachquerungen.

    Wenn es weidefrei ist, bekommst du eine Tour voller Wow-Momente. Wenn Kühe mit Kälbern oben sind, ist Umkehren keine Niederlage, sondern Vernunft. Die Mur läuft dir nicht weg – sie fängt ja gerade erst an. Und im Herbst ist diese Tour genauso schön.

    Wenn die Zufahrtstraße zum Muritzenparkplatz gesperrt ist, dann heißt nur leider 2 Stunden länger Wandern und etwas mehr Höhenmeter absolvieren – also früh genug da sein und genug Jause einpacken – denn bei der Sticklerhütte ist dann auch niemand mehr!

    Und abschließend noch ein kleiner Hinweis: Murmeltiere siehst du nicht immer, aber du hörst sie sehr oft. Dieses typische Pfeifen gehört hier einfach dazu. Und genau deshalb gilt: Hund lieber kontrolliert führen. Manche Vierbeiner hören das Pfeifen und interpretieren es als Einladung, sofort nachzuschauen, woher das kommt.

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    Wanderpfoten-Tipps für diese Tour

    • Viel Wasser mitnehmen!

      Mindestens 3 Liter für dich – und genug für deinen Hund. Die Mur ist aber spätestens nach der Sticklerhütte allgegenwärtig und beliefert dich mit sauberen Wasser.

    • Schatten nutzen

      Pausen möglichst im Schatten machen – bei über 35 °C nicht mit dem Hund wandern! Bedenke jedoch, ab der Stickerhütte gibt es keine Schattenplätze.

    • Leine mitnehmen!

      In Österreich gibt es auf Wanderwegen keine generelle Leinenpflicht. Trotzdem sollte der Hund angeleint werden, wenn viele Menschen unterwegs sind oder andere Tiere in der Nähe sind – vor allem bei Begegnungen mit Kühen und anderen Weidetieren. So bleibt die Wanderung für alle Beteiligten sicher und entspannt, und der Hund kommt gar nicht erst auf die Idee, hinterherzujagen. Auch die Gefahr, dass der Hund von einer Kreuzotter gebissen wird, wird so stark minimiert.

    • Empfohlene Ausrüstung

      Festes Schuhwerk ist Pflicht! Durch die ganzen Zuläufe gibt es laufend gatschige und matschige Stellen.

    • Wegmarkierung beachten

      Unbedingt auf die rot-weiß-roten Markierungen achten – sie sind teils auf Bäumen, teils am Boden auf Steinen angebracht. Der Weg ist aber gut gespurt und verlaufen eigentlich unmöglich!

    • Erste Hilfe

      Verbandszeug für Mensch und Hund einpacken.

    • Kondition & Alter des Tieres berücksichtigen

      Die Tour ist nichts für Welpen oder ältere, gebrechliche Hunde. Nur fitte und ausgewachsene Vierbeiner sollten mitgehen!

    Einkehrmöglichkeiten auf dieser Tour

    Nach einer anspruchsvollen Tour wie dieser freuen sich Beine und Pfoten gleichermaßen über eine gemütliche Pause – und wenn der Magen knurrt, ist es höchste Zeit für eine Jause. Direkt auf der Strecke liegt nur die Sticklerhütte, das mit leckeren kalten Speisen und erfrischenden Getränken aufwartet.

    • Sticklerhütte

      Die Sticklerhütte liegt im hinteren Murtal und ist – wenn man es so sehen will – das erste „Wirtshaus“ an der Mur, obwohl die Mur hier erst ein paar Kilometer alt ist. Nach dem Murursprung ist sie die erste Einkehrmöglichkeit auf dem Rückweg: keine Panoramaterrasse, kein Aussichtskino – dafür eine urige Hütte, in der man kurz durchatmen und sich für den Rückweg stärken kann. Wichtig zu wissen: Es gibt hier in der Regel nur kalte Speisen – perfekt für eine schnelle Jause, bevor es wieder talauswärts geht.

      Öffnungszeiten: 1. Juni bis Ende September (abhängig von den Witterungsverhältnissen)


      Adresse: Hintermuhr 38, 5583 Muhr
      Telefon: +43 676 6729016
      Weitere Informationen

    Interaktive Karte & GPX-Download

    Plane deine Tour ganz einfach selbst: In der interaktiven Wanderkarte findest du den genauen Routenverlauf mit allen wichtigen Wegpunkten. Die Tour kannst du dir auch als GPX-Datei herunterladen und in deiner bevorzugten Wander-App oder GPS-Gerät nutzen – ideal für die eigene Planung unterwegs.

    GPX-Datei herunterladen
    Auf Komoot ansehen

    Ob zum ersten Mal oder als Wiederholungstäter – der Murursprung hinterlässt bleibende Eindrücke. Für Mensch und Hund ist es ein abwechslungsreiches Abenteuer mit Ausblicken, Wasserfällen und ab und zu mit tierischen Begegnungen, die man so schnell nicht vergisst.

    Hast du den Murursprung auch schon mit deinem Hund besucht?

    Hast du auch schon eine Wanderung zum Murursprung mit deinem Hund gemacht? Oder kennst du noch andere schöne Touren in der Region? Teile deine Erlebnisse unten in den Kommentaren – wir freuen uns auf den Austausch!

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    Erich Nigg
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    Ich bin Erich – Hobbywanderer mit Bürojob, begeisterter Hundemensch und Kopf hinter Wanderpfoten. Gemeinsam mit meinem Redaktionshund Coke, einem energiegeladenen Parson Russell Terrier, bin ich auf Wegen in der Steiermark und darüber hinaus unterwegs. In meinem Blog teile ich ehrliche Tourenberichte, persönliche Erfahrungen und hilfreiche Tipps rund ums Wandern mit Hund – praxisnah, bodenständig und mit viel Herz für Mensch und Tier.

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